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Kunst im „Malstrom“ der Beliebigkeit

Es geht letztendlich nicht um interessant oder uninteressant. Es geht auch nicht darum, welche Menge an Bildern der Maler/die Malerin malt. Es geht um Erkenntnisse, die dabei gewonnen werden können. Es geht um persönliche (Weiter-)Entwicklung. Es geht darum – in einer Epoche des diffusen Nichts, der nur kleinen Lichtblicke und der elendig müßigen und oft ausserordentlich langweiligen, rückblickend bezugnehmenden Mittelmäßigkeit der „Kunst“, in der unendlichen Matrix der Wiederholungen, an seinem eigenen „künstlerischen Entwurf“ zu beharrlich arbeiten. Die sinnleere und dabei hinterfragbare Flut von Farbe auf Leinwand – vorrangig auch handwerklich gut gemachter Arbeiten und Kunst-Projekten, oftmals weich gespülte, in sich selbst verliebte Performances und beliebig austauschbare Ausstellungen allerorts, sich gegenseitig jagende Behauptungen innerhalb von Klischees, das Nachempfinden von Biografien, das Nachplappern geistiger Ergüsse Anderer, sind nicht die Grundlagen für das Erarbeiten einer hör – und sichtbaren(!), hinterfragbaren eigenen Meinung, einem Selbstanspruch einer kritischen Haltung zu seinem eigenen Tun.

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Selbst dauernde Reflexion des „Selbst“, hat nun einmal so große Schwankungen in der eigenen darauf folgenden Wahrnehmung, dass dies einen immer wieder aufs Glatteis führen kann. Dennoch sind es die eigenen Formulierungen der gesellschaftlichen Widerstände und die zum eigenen Wesen passenden Leistungen usw., .im dauerndem Fluss von jetzt auf später – innerhalb einer Be-und Verarbeitung und dem Hinterfragen äußerer Einflüsse und die damit zusammenhängende Überprüfung auf Vorhandensein eines ureigenen geistigen Eigentums gefragt. Denn dass sind – unter sicherlich noch einigen weiteren zu nennenden Gesichtspunkten – das Maß der Dinge – für einen eigenen Kunstweg und die Messlatte für „einen“ späteren, eventuell lohnenswerten Rückblick. Der „Kunstmarkt“ hat eine enorme Anzahl an Kunstzombies gebärt, die in stoischem Gleichmut Wände zupflastern und mit der Willkür des künstlerischen Handelns den passenden Rahmen bilden, für nervtötende Langeweile.

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„1000 Meisterwerke“ I-III  – Persiflage auf den Kunstmarkt – 1000 Kunstwerke dicht an dicht …  Projektidee: Lothar Böhm

Es gibt wahrlich „größere“ Künstler als ich. Unwichtig. Es kommt auf das richtige Tun an, den Versuch zu wagen, gegen den Zeitgeist, der „Norm“ und damit den Strom zu schwimmen – Gepaart mit einen guten Schuss Beharrlichkeit kommt man auch an das, nämlich das eigene Ziel – Ein eigenständiger unangepasster Künstler zu sein, der etwas zu sagen hat.

Lothar Böhm

Kunst hinter Gitter

„Kunst hinter Gitter“ – Projektidee: Lothar Böhm

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